11 | März | 2014

Erst austesten, dann einschalten.

Roboter und Anlagen zu programmieren ist nicht nur komplex, sondern auch zeitintensiv. Damit die Kosten nicht unnötig steigen, muss die Programmierung so früh wie möglich auf Fehler überprüft werden. Die so genannte virtuelle Inbetriebnahme ist dabei heute unverzichtbar.

Virtuelle Inbetriebnahme - handfeste Vorteile.

Je weiter der Kostendruck steigt, desto mehr müssen die Unternehmen auch Effizienz-Potenziale ausschöpfen - gerade in der Industrie. Eines der Stichworte in diesem Zusammenhang ist die "digitale Fabrik". Effizienz steht hier nicht nur beim Produktionsprozess im Vordergrund, sondern schon bei der Planung und Ausstattung der Fabrik. Dazu gehört auch die Programmierung von Anlagen und Robotersystemen, eine naturgemäß sehr kostenintensive Arbeit. Mit Hilfe der so genannten virtuellen Inbetriebnahme (VIBN) können aber auch hier die Entwicklungskosten erheblich gesenkt werden. Bei ATEC ist diese Leistung schon lange fester Bestandteil des Leistungskatalogs - sehr zur Freude von Kunden beziehungsweise Controllern.

 

Die virtuelle Inbetriebnahme ist nichts anderes, als eine vorweggenommene Inbetriebnahme einer Anlage unter realen Bedingungen. Nur dass sie eben virtuell, also im Rechner stattfindet. Dadurch kann sie jederzeit flexibel durchgeführt werden, zum Beispiel um bestimmte Teilprozesse oder Funktionen der Programmierung gezielt zu testen. Der Vorteil: dadurch, dass eventuelle Fehler schon lange vor der eigentlichen Fertigstellung der Anlage erkannt und beseitigt werden können, reduziert sich der Zeit- und damit auch der Kostenaufwand ganz erheblich.

 

Bei ATEC gehört die virtuellen Inbetriebnahme schon lange zu den Standardprozeduren in Sachen Effizienz. Für VIBN-Spezialist Benjamin Völzke steht dabei aber nicht nur die Fehlersuche im Vordergrund: "Wir können virtuell auch die Performance optimieren, da wir schon in sehr frühen Entwicklungsstadien detailliert nachvollziehen können, wie alle Komponenten zusammenarbeiten. Ein Vorteil, der sich langfristig richtig für unsere Kunden lohnt."

 

Die Vorteile der virtuellen Inbetriebnahme im Überblick:

  • flexibler und gezielter Einsatz zur Absicherung der SPS-Logik und der Roboterprogramme (Ablauf, Zusammenspiel, Fehlerverhalten)
  • Erkennen von Logikfehlern lange vor Installation und Inbetriebnahme
  • Zeit- und Kosteneinsparungen durch Erzeugen der benötigten Dokumentation des Fertigungsbereiches
  • Evaluieren von SPS-Programmänderungen am virtuellen Modell - ohne Risiken für die reale Anlage
  • Vorab-Inbetriebnahme der benötigten SPS-Hardware möglich
  • Verkürzung der benötigten Zeit für die reale Inbetriebnahme der Anlage

 

Verwendete Software / Hardware:

  • Siemens Tecnomatix Process Simulate Commissioning
  • SimbaBox + SimbaPro
  • Siemens Steuerungen
  • Phönix Steuerungen
  • verschiedene Bussysteme (Profinet, Profibus, OPC)
  • Simulation von Safe Signalen